Kampfsportschule "Black Eagle" 

Im Gedenken an Benny Büttner


Geb.         27.02.1989
Gst.          03.06.2011


Das ist das zweite mal, dass ich einen meiner Schüler mit
zu Grabe tragen musste. Uns allen gefällt der Gedanke, dass Patrick jetzt einen Sparringspartner hat.
Benny
Benny kam bei einer Fahrt mit dem Motorrad ums Leben.
Er kämpfte noch knapp eine Woche um sein Leben, bis die Ärzte dann am 03.06. die lebenserhaltenden Geräte abschalteten.

Im Mai 2000 brachte Benny’s Mutter Rita den damals jungen Mann zu uns. Er war schon leicht gezeichnet, weil er immer gehänselt und massiv geärgert wurde. Rita sagte damals,
dass sie bei uns nach allen Versuchen die letzte Chance sieht, dass Benny  seine Probleme in den Griff bekommt. Die ersten Stunden waren nicht leicht, aber Rita wusste wohl schon damals, dass er genau hier gut aufgehoben war. Und tatsächlich. Benny entwickelte sich so schnell und so gut, dass die Probleme mit Mitschülern usw. relativ schnell erledigt waren. So freuten wir uns, als die Mama der Nation dann auch noch die Brüder Siggi, Merlin und Schwesterlein Melory zu uns gebracht hatte. Alle waren übrigens sehr erfolgreich.

Benny war dann doch mit der Zeit ein Fall für sich. Er hatte eine Art, mit der nicht jeder umgehen konnte. Er sagte immer direkt, was er gedacht hatte. Damit kamen viele nicht zurecht. Die meisten lassen sich lieber anlügen. Benny war so nie. Ein Mann, ein Wort. Wenn er etwas zugesagt oder versprochen hatten, war er immer da. Wenn er eine Meinung hatte, sagte er die jedem ins Gesicht. Ob diejenigen es hören wollten oder nicht. 2004 stand er dann vor seiner bisher größten BennyHerausforderung. Er reiste mit uns nach Orlando / Florida und kämpfte dort um den Titel des Weltmeisters. Seine Kämpfernatur kam auch dort voll zur Geltung. Er gewann den Titel. Sein Pokal erinnert noch heute in unserer Schule, an diese großartige Leistung. Wie oft musste ich ihn für diesen Trip ins Gebet nehmen. Aber irgendwie hatte ich schon lange den Draht in seinen Kopf gefunden, so dass er meistens auf mich hörte. Dann machte er eine Pause. Es geschahen ein paar Dinge, die mit dem Gesetzt  nicht konform gelaufen waren. Aber auch dazu stand er jederzeit. Damit er nicht ganz abgedriftete, musste er ein Praktikum nachweisen. Zusammen mit Mama Rita holten wir ihn wieder „an Land“ und er leistet ein Praktikum von 3 Monaten bei uns ab. Er gab Training für unsere Kinder, die voll auf ihn standen. Gerne hätte ich ihn als Azubi eingestellt. Leider kam es dazu nicht. Als wir dann von dem Unfall hörten, dachten alle, wenn es einer schafft, dann Benny. Selten habe ich jemanden mit solch eine physischen Stärke kennen gelernt wie ihn. Aber diesen letzten Kampf hatte er dann am 03.06.2011 verloren.


Benny Ruhe in Frieden